2019-01:Editorial

Aus grünes blatt
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Editorial

redaktion In dieser Sommerausgabe des grünen blatts machen Energiethemen wieder einen deutlichen Schwerpunkt aus. Das liegt einerseits an der allseits präsenten Klimakrise, die Proteste gegen die herrschende Politik und (teilweise auch) den nicht nur in diesem Zusammenhang kaum tragbaren Lebensstil der privilegierten Menschen in den wirtschaftsmächtigsten Ländern der Welt herausfordert, zumindest hierzulande bleibendes Thema von Politik und Medien ist und sogar eine nicht zu unterschätzende Wirkung auf die Europawahlen im Mai hatte. Andererseits gelingt es der Atomlobby tatsächlich wieder mehr und mehr Menschen auch in der angeblich atomkraftaussteigenden BRD durch manipulative Behauptungen, Ausblendungen und Falschaussagen in den Glauben zu versetzen, dass es nötig sein könnte, diese fast schon "mittelalterliche" Katastrophentechnologie weiter nutzen oder gar ausbauen zu müssen. Deshalb geben wir in diesem Heft auch Analysen aus der Anti-Atom-Bewegung über die Kohle- und Klimapolitik einigen Raum.

Das ist aber noch nicht alles - wir freuen uns, dass uns Texte bereitgestellt wurden, die sich mit Sprache und deren Bedeutung insbesondere im Kontext von Geflüchteten-Unterstützung oder auch ganz allgemein mit Strategien des Ansprechens Andersdenkender befassen. Ein Artikel setzt sich mit Mehrfachdiskriminierungen und deren immer noch nicht vollends in den emanzipatorischen Diskursen erfassten Realitäten auseinander. Mit einem kurzen Überblick zu dem Vorbreschen einiger aggressiver Politiker*innen die Rote Hilfe e.V. verbieten zu wollen möchten wir hier insbesondere unsere Solidarität zum Ausdruck bringen, nachdem es uns vor knapp zwei Jahren leider nicht gelang dem ebenfalls dreisten Verbot von Indymedia linksunten im grünen blatt eine angemessene Berichterstattung einzuräumen.

Jenseits der inhaltlichen Beiträge geht unsere Arbeit an der Konzeption und Neuausrichtung des grünen blatts weiter. Darüber informiert einerseits der Artikel auf der nächsten Seite, andererseits möchten wir eure Wünsche, Meinungen und Vorschläge zum Stand und zur Weiterentwicklung unseres Magazins mit einer Umfrage erfassen. Bitte beteiligt euch daran und sprecht auch andere Interessierte darauf an, die das grüne blatt vielleicht nur als Leseexemplare in Cafés oder Infoläden in die Hand bekommen.