2019-02:Animal Farm

Aus grünes blatt
Wechseln zu: Navigation, Suche

George Orwell:

Animal Farm

fb Die Tiere der englischen Manor Farm erfahren am Lebensende des alten Ebers names "Major" von seiner Vision eines Aufstandes der Tiere gegen die sie unterdrückenden Menschen. Er stellt heraus, dass das Leben der Tiere miserabel, kurz und von Sklaverei geprägt ist, dass sie geboren werden, um bis zum letzten Atemzug den Menschen zu dienen, dabei nur soviel zu essen erhalten, wie unbedingt nötig ist, nicht respektiert werden und am Ende eines brutalen Todes sterben. "Kein Tier in England ist frei" ist seine Analyse, dies sei aber nicht naturgegeben, denn die Welt stelle genug für alle bereit und für ein gutes Leben der Tiere wäre viel weniger Arbeit notwendig. Das alles geschehe nur durch den Willen der Menschen, die das letzte bisschen Profit aus ihnen herauspressen, um sich daran zu bereichern. Dies und die weitere Analyse der Lebensumstände der Nutztiere der Menschen soll an die sozialistische Kritik am Kapitalismus und an der Ausbeutung der arbeitenden Massen durch die Bourgeoisie erinnern. Doch Orwells Intention ist mit diesem Buch nicht in erster Linie dem Kampf gegen kapitalistische Herrschaftssysteme gewidmet, sondern sollte eine Kritik am Realsozialismus, wie er in der Sowjetunion unter Stalin betrieben wurde. In seinen überwiegend nicht mitveröffentlichten Begleitkommentaren zu seinem Buch betont Orwell, dass er damit keine Waffe in die Hände antisozialistischer Kräfte liefern will, sondern eine berechtigte und notwendige Kritik an der unter anderer Bezeichnung fortgesetzten Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen durch die sozialistischen Herrscher nach der Revolution in Russland sein soll.


  • George Orwell: George Orwell
  • Everyman's Library, London 1993
  • ca. 113 Seiten, Hardcover
  • ISBN 978-1-85715-150-3